Der Picasso basiert auf dem C4 und erfüllt mit seinem avantgardistischen Design die Erwartungen, die man an einen Citroën stellt. Neuartig ist die große, weit nach hinten reichende Frontscheibe mit verschiebbarer Jalousie im oberen Bereich. Wem das noch nicht ausreicht, der kann auch ein großes Panoramadach bestellen. Licht und Raum, was wünscht man sich heute mehr von einem Kompaktvan, der die Familie glücklich macht. Jeder, der schon einmal mit seiner Lieben längere Zeit im Auto unterwegs war kann dies nachvollziehen. Es gibt nichts Schlimmeres als nörgelnde Kinder auf dem Rücksitz, die alle zwei Sekunden fragen: „Wann sind wir endlich da?“ Da schafft Citroën Abhilfe. Mit dem C4 Picasso macht Reisen mit der Familie endlich wieder Spaß.

Schon von außen zeigt der Picasso Charakter durch seine breite Motorhaube, seine markante Linienführung mit seinem selbstbewussten Styling sowie durch seine großen Glasflächen. Gekonnt gesetzte Chrom-Applikationen verbinden die Scheinwerfereinheien und integrieren gleichzeitig das Firmenlogo. Der große trapezförmige Lufteinlass, in Schwarz gehalten, wird von einer optischen Stoßstange horizontal geteilt. Links und rechts wird die Frontpartie durch das Tagfahrlicht und den Nebelleuchten optisch begrenzt.

Typisch für den C4 Picasso sind die vier großen Seitenscheiben, die durch schmale, schwarze Säulen gerahmt sind. Ein kecker Knick in der vorderen Seitenscheibe wie auch in der hinteren Türscheibe gibt ihm das gewisse Extra. Unterhalb der Fenster unterstreicht ein schmales Chromband den Verlauf der Fenstergrafik. Durch die Zweifarbigkeit schwebt nahezu kuppelhaft die Dachpartie. Die ausgestellten Radhäuser werden durch die in Wagenfarbe lackierte breite Stoßleiste optisch verbunden. Dies verleiht Kraft und Bodenständigkeit.

Dominiert wird die gesamte Heckpartie von der weit nach oben schwingenden Heckklappe mit ihrer schwarz gefärbten Heckscheibe. Die Heckleuchten zeichnen sich durch ein außergewöhnliches, fünfeckiges Design aus. Sie sind horizontal farblich in zwei Hälften unterteilt. Der äußere Teil der Leuchteneinheit ist in die Karosserie integriert und der innere Teil wurde in die Heckklappe implantiert. So bleibt die volle Breite der Ladeöffnung erhalten und nichts beeinträchtigt den Zugang zum Kofferraum. Eine langgezogene dritte Bremsleuchte in LED-Lichtleitertechnik ist geschickt in den Dachspoiler integriert. Als Kontrapunkt zieht sich horizontal ein dünnen Chromband unterhalb der Kofferraumöffnung von links nach rechts.





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Vorn gelangt man recht bequem ins Fahrzeuginnere. Auch zu den Rücksitzen ist der Zustieg angenehm und keine Schweller stören. Hat man erst einmal im C4 Picasso Platz genommen, eröffnet sich dem Fahrer ein übersichtlich gestaltetes Cockpit. Alle wichtigen Informationen werden durch ein großes Display angezeigt, welches mittig im Armaturenbrett platziert ist.
 
Die digitalen Instrumente sind aber leider nicht immer gut ablesbar. Anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, aber dann zeigt sich diese Anordnung doch als praktisch, denn weder vom Lenkrad noch durch die feststehende Nabe können die Anzeigen verdeckt werden.
 
Zudem sich alle wichtigen Schalter auf der Lenkradnabe platziert. Doch durch die massive Anordnung leidet die Übersichtlichkeit wie auch die Bedienbarkeit. Allerlei Kontrolleuchten informieren über den Zustand der jeweiligen Systeme und der Bordcomputers gibt u.a. Auskunft über Reichweite, Momentan- und Durchschnittsverbrauch.
 
Funktionell und übersichtlich angeordnet sind die beiden Bedieneinheiten der Klimaautomatik, die für Fahrer und Beifahrer getrennt jeweils links und rechts im Armaturenbrett integriert sind. Ebenfalls für Fahrer- und Beifahrer gut zu erreichen und zu bedienen ist das Infotainment mit z.B. Radio und Navigationssystem mit großem Display.
Vieles funktioniert elektrisch, sogar die Feststellbremse, die sich selbsttätig aktiviert und löst, wie auch das Fahrlicht und die Scheibenwischer. Beide schalten sich bei Bedarf automatisch zu. Selbst an eine Berganfahrhilfe wurde gedacht.
Die Bedienelemente für das Getriebe (EGS6 und Automatik) sind hinter dem Lenkrad angeordnet und schaffen in der Mitte des Armaturenbretts zusätzlichen Platz. |






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Auf den Vordersitzen ist das Platzangebot sehr groß und die Kopffreiheit riesig. Der Fahrersitz lässt sich selbst noch für zwei Meter große Personen nach hinten schieben. Die Sitze selbst sind straff gepolstert, aber dennoch bequem, selbst auf langen Strecken. Dank Höheneinstellung findet der Fahrer eine entspannte Sitzposition und die Beine finden so eine bequem Stellung. Die Lendenwirbelstütze lässt sich in Intensität, nicht aber in der Höhe einstellen.
Die schmalen Rücksitze der zweiten Reihe sind ebenfalls bequem gepolstert, bieten aber zu wenig Unterstützung für die Oberschenkel. Aber sonst ist auf den drei einzelnen Rücksitzen genügend Bewegungsfreiheit vorhanden und selbst für 1,95 m große Mitfahrer ist die Kopf- und Kniefreihei mehr als ausreichend. Allerdings bei drei Mitfahrern ist die Ellenbogenfreiheit etwas eingeschränkt.
 
Im gesamten Innenraum zeigt sich dann, dass der Kompaktvan perfekt auf die Bedürfnisse einer Familie oder für Sportbegeisterte abgestimmt ist. Dank des praktischen Klappsystems der Sitze kann der Innenraum ganz einfach und schnell umgebaut werden, wobei alle Sitze im Fahrzeug bleiben.
 
Klapptabletts an der Rückseite der Vordersitze sind perfekt geeignet, um Getränke abzustellen oder zur Ablage von Büchern und Malheften. Kleinteile und Spielzeug lassen sich in den unterhalb angebrachten Staunetzen unterbringen. Weitere Ablagemöglichkeiten finden sich unter den Vorder- und Rücksitzen, unter dem Boden im Fond sowie zwischen den Vordersitzen.
 
Damit die kleinen Passagiere sicher ans Ziel kommen, verfügt der C4 Picasso über zahlreiche Features wie z.B. drei Isofix-Befestigungen für den Einbau von Kindersitzen, ein Kinderüberwachungsspiegel sowie elektrische Bedienelemente zum Verriegeln der Türen und Glasscheiben im Fond.
Die Klimaautomatik im C4 Picasso ist so konzipiert, dass sie allen Insassen erstklassigen Klimakomfort bietet. Sie ermöglicht eine individuelle Regelung der Temperatur für die vorderen Sitzplätze und bietet die Möglichkeit zur individuellen Gebläseeinstellung im Fond sowie über eine automatische Umluftfunktion. |


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Die groß dimensionierte Heckklappe lässt sich leicht öffnen und schließen und gibt eine große Ladeöffnung frei, durch die das Gepäckabteil gut zugänglich ist. Im Normalzustand werden so immerhin 455 Liter Ladevolumen geboten. Werden zusätzlich alle drei, die mit einem simplen Handgriff einzeln umlegbaren Rücksitze nach vorne geklappt, entsteht eine ebene Fläche die ein Ladevolumen von 1.734 Liter bietet.
 
Dank eines angenehm niedrigen Ladebodens lässt sich das Gepäck ohne große Mühe einladen. Das Format des Kofferraums ist optimal nutzbar und so lassen sich auch sperrige Dinge gut verstauen. Praktisch, die seitlich fixierte große Ablagebox, die auch als Trolley genutzt werden kann.
Auch wieder ein praxistaugliches Detail - die Beleuchtung lässt sich herausnehmen und als Taschenlampe verwenden. Gegen Aufpreis gibt es ein an zwei Stellen einhängbares Trennetz. Für die Sicherung des Einkaufsgepäcks ist ein großes, quer spannbares Netz vor Ort.
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Motorisiert ist der DRIVE and TRAVEL Testwagen mit einem e-HDi 110 Airdream Diesel Aggregat mit 112 PS/82 kW Leistung. Der Vierzylinder arbeitet äußerst effizient und leise und stellt 270 Nm bei 1750 U/min zur Verfügung. Dank der Micro-Hybrid Technologie sinkt der Kraftstoffverbrauch und der CO2-Ausstoß im Stadtverkehr – CO2 Emissionswert: 129 g/km.
Der Motor läuft in allen Drehzahlbereichen ruhig und kultiviert, von dem harten Verbrennungsprinzip des Diesel-Direkteinspritzers bekommt man nur beim Start etwas mit. Das Geräuschniveau ist angenehm niedrig und auch die Windgeräusche im Innenraum bleiben selbst bei hohem Autobahntempo außen vor. |

Neben dem kraftstoffsparenden HDi-Motor sorgen ebenfalls ein geschmeidiges EGS 6 Getriebe mit optimiertem Gangwechsel und die Stop&Start-Technologie der zweiten Generation, die den Motor automatisch bei jedem Halt ausschaltet und ohne Ruckeln wieder anlässt, für eine erhöhte Umweltfreundlichkeit. Das automatisierte 6-Gang-Schaltgetriebe lässt sich auch sportlich mit dem Schaltpaddel per Hand bedienen. Je nach individueller Fahrweise kann der Fahrer die Gänge selber schalten oder sich für den bequemen automatisierten Fahrmodus entscheiden. Die Abstufungen des Sechs-Gang-Getriebes passt zudem gut zur Charakteristik des Motors.

Ein Hingucker ist er schon, der C4 Picasso, fährt man mit ihm durch die Stadt oder über Land. Doch nicht nur sein außergewöhnliches Design spricht für ihn, auch der Fahrkomfort zeigte sich bei den Testfahrten nur von seiner besten Seite. Das Fahrwerk ist auf Komfort getrimmt und dementsprechend weicher abgestimmt. Kleine und langwellige Unebenheiten werden gut ausgefiltert, bei größeren Bodenwellen schwingt die Karosserie allerdings nach. Kurze, harte Stöße sowie Querrillen veranlasst das Fahrwerk etwas zum Poltern.

Die aufgezogenen breiten Reifen ermöglichen ein hohes Kurventempo, doch in all zu schnell gefahrenen Kurven untersteuert der Picasso, dann tritt das ESP in Aktion und bremst ihn ein. Die Lenkung ist sehr direkt, was zusammen mit einem geringen Kraftaufwand für Handlichkeit sorgt. Durch das schnelle Ansprechen der Lenkung, bedarf es allerdings auch einige Übung, um in Kurven nicht zu stark einzulenken und einen sauberen Strich zu Fahren.

Im Falle des Falles sorgt die verbaute Bremsanlage mit vier Scheibenbremsen, vorne innenbelüftet, für eine souveräne Verzögerung. Durch die optimale Position des Bremspedals kann die Bremse blitzschnell betätigt werden. Diese spricht spontan an, lässt sich dabei aber auch fein dosieren. Das Fahrzeug ist mit Antischleudersystem (ESP) und Bremsassistent ausgestattet, um die aktive Fahrsicherheit zu erhöhen. Bei einer Notbremsung schaltet sich automatisch die Warnblinkanlage ein.

Sicherheitstechnisch bietet der Citroën C4 Picasso einiges. Beim EuroNCAP-Front- und Seitencrash erreichte er mit die höchste Punktzahl, also fünf Sterne. Besonders gut schnitt er beim Seitencrash ab und erreichte 100 % der möglichen Punkte. Die Kopfstützen der Vordersitze lassen sich für ca. 1,85 m große Personen hochziehen, sie sind sehr breit. Für alle Plätze gibt es Gurterinnerer. Gleichwohl verbindet der C4 Picasso Fahrvergnügen und Komfort durch ein angenehmes Fahrverhalten sowohl bei rasanten Kurvenfahrten als auch auf der Autobahn.

Der Fahrer sitzt erhöht, was die Sicht auf den umliegenden Verkehr erleichtert. Die Rundumsicht ist verhältnismäßig gut, denn es stören keine zu breiten Säulen. Leider sieht man aber kaum, wo das Fahrzeug vorne anfängt. Praktisch und deshalb fast schon ein unentbehrlicher Helfer im Stadtverkehr, die vordere und hintere Einparkhilfe, die den Fahrer beim Rangieren unterstützt. Sie sendet Signaltöne aus und zeigt den Abstand und die Position der Hindernisse auf dem Bildschirm des Bordcomputers an.

Die Verarbeitung macht einen guten Eindruck, erfüllt die Ansprüche einer Premiummarke. Die Spaltweiten sind gering und gleichmäßig,
die Türen und Klappen schließen leicht. Kunststoffkotflügel reduzieren das Gewicht. Im Innenraum setzt sich dieser gute Eindruck fort mit passgenauen Kunststoffen und hoher Qualitätsanmutung. Die nach aerodynamischen Gesichtspunkten gestylte Karosserie ist auch am Unterboden glattflächig, was zur Verbrauchsreduzierung beiträgt. Tanken ist besonders einfach, da der Deckel gleichzeitig als Verschluss fungiert. Auf der Dachreling sind 80 kg Gepäck erlaubt. Gegen Aufpreis gibt es ein großes Panoramadach mit elektrischer Jalousie. Ein vollwertiges Reserverad ist Serie.

Ein extravagantes Familienauto mit vielen praktischen Details. So steht jetzt auch der Urlaubsreise mit der ganzen Familie nichts mehr im Wege. Alles in allem zeichnet den Citroën C4 Picasso nicht nur sein dynamisches Design sowie viel Platz aus, er brilliert ebenso durch seinen enormen Fahrkomfort und – kombiniert mit einem e-HDi 110 Airdream Diesel Aggregat – durch seine Wirtschaftlichkeit sowie erhöhte Umweltfreundlichkeit. Nur der Preis (HDi 110 Airdream – ab 28.450 Euro) könnte noch familienfreundlicher kalkuliert werden, allerdings kann man dem C4 Picasso, vor allem mit seiner moderner Dieseltechnologie und serienmäßigem Rußpartikelfilter, einen beständigen Restwertverlauf prognostizieren..
Mehr technische Daten siehe "Auf
einen Blick"
Stand August 2011 |