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KIA Soul – ein frecher Crossover
Die Zeiten, in denen koreanische Autohersteller sich innovative Ideen bei der Konkurrenz geholt haben, sind jetzt endgültig vorbei. Mit dem Soul zeigt Kia, dass sie auch anders können. Natürlich mit Unterstützung aus Europa, denn nur die kann wirklich beurteilen, was hierzulande angesagt ist.

„Soul – Seele“ hat der Kia durch seine Designer erhalten, so Peter Schreyer, Design-Chef der Kia Motors Corporation. Als erstes Fahrzeug einer koreanischen Automarke wurde der Soul für sein Produktdesign mit dem „red dot design award“ ausgezeichnet. Dies kann das DRIVE and TRAVEL Team durchaus nachvollziehen, denn das freche Aussehen des jugendlichen Crossover spricht an. Er lässt sich keinem konventionellen Segment zuordnen und gerade dies macht ihn so sympathisch.

Spricht man vom äußerst gelungenen Exterieur des Soul, so meint man auch die signifikante Frontpartie mit der hohen Motorhaube, die von markant gezeichneten Leuchteinheiten flankiert wird. Sie beinhalten die Blinker, die sich in der Wölbung des Radlaufs befinden und dadurch eine bessere Sichtbarkeit für die anderen Verkehrsteilnehmer garantieren. Der kompakte Kühlergrill ist oberhalb des markanten Frontstoßfängers angebracht; dieser signalisiert bei einem Blick in den Rückspiegel: Hoppla, jetzt komme ich.

Dieser Eindruck setzt sich in der Seitenansicht fort. Hingucker bilden hier die angedeutete Lufteinlassöffnung sowie die schwarze Seitenschutzleiste, die die Spannung zwischen der markant ansteigenden Schulterlinie und der leicht abfallenden Dachlinie unterstreicht. Durch die ebenfalls in Schwarz gehaltene A-Säule bildet die Fensterfront eine zentrale Einheit. Wählt man den Soul in Cocktailorange Metallic (410 Euro), so hebt man sich einerseits aus dem Einheitsbrei der silbernen, schwarzen und weißen Autos ab und andererseits ist man weithin sichtbar.

Clevere Details peppen die rückwärtige Partie auf: z.B. die Heckklappe mit „One-Touch“-Griff, die sich mit einem leichten Druck auf die elektronische Entriegelung schnell und unkompliziert öffnen lässt. Oder die weit oben senkrecht angebrachten Rückleuchten, die für den nachfolgenden Verkehr gut sichtbar Bremsvorgänge und Abbiegemanöver signalisieren.

Gutes Design in Verbindung mit Verkehrssicherheit – so müssen zukunftsorientierte Fahrzeuge konzipiert sein. Doch auch die Individualität darf dabei nicht vergessen werden: hierzu bietet Kia für den Soul zahlreiche Angebote wie z.B. ein stylisches Dragon-Tattoo oder weiße Racing-Streifen.

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Ebenso zeitgemäß präsentiert sich der Innenraum des flotten Soul. Seine Vielseitigkeit stellt er durch zahlreiche Gimmicks unter Beweis, u.a. lässt sich das bequeme Gestühl farblich passend individuell bestellen. Bis zu fünf Personen finden im Kia Platz und durch die erhöhte Sitzposition ist Übersichtlichkeit garantiert. Wiederum ein Sicherheitsplus im immer dichter werdenden Straßenverkehr.
Im DRIVE and TRAVEL Testwagen war der obere Teil der Sitzlehnen mit lumineszierenden „Soul“-Schriftzügen ausgestattet, die nachts leuchten (ab VISION).
Bei dieser Variante gestaltet sich der restliche Innenraum in Schwarz, nur die Zentralkonsole bildet mit silbernen Elementen einen gelungenen Kontrast hierzu.
Die Instrumente erstrahlen in angenehmem Rötlich-Orange und sind tagsüber mit einem gewölbten Blendschutz gut ablesbar.
Alle restlichen Schalter sind ergonomisch perfekt platziert und finden sich im direkten Radius des Fahrers. Ein Disco-Highlight sollte auch noch erwähnt werden: ab der Ausführung VISION kann der Soul mit einem erweiterten Soundsystem bestellt werden, welches über eine klanggesteuerte Mood-Beleuchtung verfügt. Dieses System steuert zwei LED-Leuchtringe an den Lautsprechern, die nach dem Rhythmus der Musik pulsieren, wobei die Helligkeit lautstärkeabhängig ist. |

Im top gestylten Innenraum finden sich auch 14 praktische Ablagemöglichkeiten und Staufächer für Kleinteile – das zweigeteilte Handschuhfach bietet immerhin 12 Liter Stauraum. Hervorzuheben ist ein offenes Ablagefach in der Mittelkonsole, welches eine 1,5-Liter-Flasche aufnehmen kann – sollte eigentlich für jedes Auto vorgesehen sein, denn die Zeit der Dosengetränke ist je schon lange vorbei.

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Das Gepäckvolumen des Kofferraumes des KIA Soul ist mit 222 Liter nicht gerade üppig, sondern eher sehr knapp bemessen. Dank der asymmetrisch teilbaren Rückrücksitzlehne, lässt sich der Gepäckraum erweitern und so wird auch eine gewisse Variabilität erreicht. Ohne die Kopfstützen abzunehmen, lassen sich die Lehnenteile schnell umlegen und das Gepäckraumvolumen auf 1.258 Liter erweiten.
Zusätzliche Fächer unter dem Kofferraumboden nehmen ebenfalls noch kleinere Gegenstände auf und sichern diese durch Längs- und Querstege am Verrutschen.
Ganz tief unten, im zweiten "Untergeschoss", befindet sich das Notrad und einiges Werkzeug um ein platten Reifen wechseln zu können. Im Fall des Falles muß also das gesamte Gepäck ausgeladen werden, um an das Notrad zu gelangen. |

Wie gewohnt, bietet schon die Basisversion des Kia eine großzügige Serienausstattung. Dazu gehören eine Klimaanlage, ein Audiosystem mit AUX- und USB-Eingang sowie iPod-Verbindungskabel, elektrische Fensterheber vorn und hinten, Zentralverriegelung, höhenverstellbarer Fahrersitz, höhen- und tiefenverstellbares Lenkrad, Geschwindigkeits-abhängige elektronische Servolenkung und vieles mehr.

Die gehobene Version VISION rollt auf 16-Zoll-Leichtmetallfelgen und verfügt über Nebelscheinwerfer etc. Als Sonderausstattung lässt sich z.B. eine Rückfahrkamera (480 Euro) mit Display im Innenrückspiegel ordern (nur für Version SPIRIT), welche sich bei den Testfahrten als äußerst praktisch erwies.

Doch zum Thema Sicherheit hat Kia noch viel mehr zu bieten. Neben 5 Sternen Höchstwertung im Euro NCAP Sicherheitstest sind folgende Features serienmäßig mit an Bord: ABS-Bremssystem mit elektronischer Bremskraftverteilung (EBD), elektronisches Stabilitätsprogramm ESP, Traktionskontrolle (TCS) und Bremsassistent (BAS) helfen dem Fahrer aktiv, sicher durch den Großstadtdschungel zu kommen. Sowie das Rückhaltesystem SRS (Safety Restraint System) mit Front- und Seitenairbags für Fahrer und Beifahrer, Kopfairbags sowie Gurtstraffern und Gurtkraftbegrenzern. Ebenfalls serienmäßig an Bord sind aktive Kopfstützen für Fahrer und Beifahrer.

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Zwei 1,6-Liter-Triebwerke, basierend auf den 1,6-Liter Motoren des cee’d, stehen für den Soul zur Wahl, was eigentlich für das Kleinwagensegment schon etwas ungewöhnlich ist. Der in unserem Testwagen verbaute Benziner verfügt über eine variable Ventilsteuerung und mobilisiert 126 PS/93 kW bei 6.300 Umdrehungen pro Minute. Sein maximales Drehmoment von 156 Nm legt der Soul bei 4.200 Umdrehungen an. |

Der Benziner wirkt in vielen Fahrsituationen recht phlegmatisch, erst oberhalb von 4.000 Umdrehungen kommt er so richtig auf Touren, aber eigentlich sucht man ständig die 126 PS. Muss das Aggregat hart arbeiten, bleibt es nicht aus, dass lästige Motorgeräusche die Unterhaltung der Insassen untermalen. Bewegt man den kompakten Kia in der Stadt, ist man mit dieser Motorisierung gut unterwegs. Der Spritverbrauch hält sich dabei auch in Grenzen (s. Technische Daten). Leider fällt der CO2-Emissionswert mit 154 g/km beim Benziner mittelmäßig aus.

Der lange Radstand (2,55 Meter) und die breite Spur wirken sich äußerst vorteilhaft auf das Fahrverhalten und Handling des Soul aus. Bereitwillig schluckt das mit gutem Federungskomfort ausgelegte Fahrwerk Bodenunebenheiten weg. Erreicht wird dies durch eine Einzelradaufhängung vorne und eine Verbundlenkerachse hinten, kombiniert mit Gasdruckstoßdämpfern.

Zusätzlich sorgt die elektronische Servolenkung für Bequemlichkeit im Stadtverkehr, denn die MDPS-Servolenkung ist relativ hoch übersetzt, wodurch weniger Lenkraddrehungen nötig sind. Das heißt, der Soul lässt sich wunderbar manövrieren, ohne dass man dabei ins Schwitzen kommt. Was das DRIVE and TRAVEL Team voll und ganz bestätigen kann, denn nach Testfahrten in der Großstadt sind alle entspannt zurück gekehrt, da sich auch die Parkplatzsuche mit dem 4,10 langen Kia einfacher gestaltet. Gleichzeitig bietet die Lenkung den Vorteil, dass bei Kurvenfahrten die Anweisungen des Fahrers direkt und präzise umgesetzt werden.

Mehr technische Daten siehe "Auf
einen Blick"
Stand Juli 2010