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VW Golf 1.4 TSI - die Stil-Ikone
Der Golf - ein Phänomen - die Positionierung in der Kompaktklasse widersetzt sich die Stil-Ikone allen automobilen und gesellschaftlichen Klassengrenzen. Kein anderes Auto hat es im selben Preissegment je geschafft, auch nur annähernd ein vergleichbar großes Spektrum an Menschen zu erreichen. Allein der Golf ist es, der immer passt. Mit der Perfektionierung seines Designs und der Technik hat sich der Golf auf ein neues Niveau gehoben.

Die hohe Wertigkeit des Golf spiegelt sich bereits in seinem sachlich und kraftvollen Design wider. Gleichwohl wirkt der Golf sportlich und prägnanter als jede Generation zuvor. Zu den Stilmerkmalen zählt seine klare Formensprache, die bereits in der Front zum Tragen kommt. So z.B. das zwischen den Scheinwerfern horizontal ausgerichtete Band des Kühlergrills, das von den beiden Scheinwerfereinheiten flankiert wird und deren verchromte Refelektoren mit dem in Schwarz gehaltenen Hintergrund kontrastieren. Gleiches beim Kühlergrill: dezentes Schwarz, bildet zusammen mit dem mittig platzierten, in Chrom gefassten VW Logo und den beiden, Chromleisten ein kontrastreiches Ensemble.

Die Linienführung des Stoßfängers korrespondiert mit denen des Kühlers. Im unteren Bereich erschließt sich ein weiterer großer, ebenfalls in Schwarz gehaltener Lufteinlass. Die Dachpartie selbst ruht - ähnlich wie beim Scirocco - auf einer dominant herausgearbeiteten Schulterpartie. Sie bildet zugleich eine prägnant modulierte Linie, die sich von den Scheinwerfern bis zu den Rückleuchten erstreckt. In der Seitenansicht sorgt sie dafür, dass der Golf optisch satt und tief auf der Straße liegt.

Besonders dynamisch erscheint der Golf durch seine neu gestaltete Heckpartie: Das Doppelendrohr am Heck kündigt von der Leistung unter der Motorhaube, während die flott gezeichneten dunkelroten Heckleuchten für elegante Akzente sorgen. Aber auch der Heckbereich wird von der Dominanz der horizontalen Linien geprägt. Die breiten Rückleuchten bekunden unter anderem ein unverwechselbares Nachtdesign. Stilistisch zeigen sie sich mit ihrem kristallklaren Band für Blinker und Rückfahrscheinwerfer in Verwandtschaft mit dem Touareg. Das Resultat des Zusammenspiel aller Designmerkmale lässt den Golf - optisch - deutlich breiter und flacher erscheinen.

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Wertigkeit kennzeichnet den funktionell gestalteten Innenraum, der mit seinen edlen Oberflächen und Features haptisch wie optisch überzeugt. Details wie Chrom-Applikationen in seidenmatt oder die Rundinstrumente und Lenkräder lassen den Eindruck entstehen, fast in einem Fahrzeug des nächst höheren Klasse zu sitzen.
Über die Jahre fast zur Perfektion gereift - die Ergonomie des Cockpits. Das Lederlenkrad liegt angenehm in der Hand, genauso wie der in Leder gehüllte Schaltknauf. Alle Funktionselemente sind gut zu erreichen und leicht bedienbar. Gleiches gilt auch für die Steuerung der automatischen zwei Zonen Klimaautomatik Climatronic, die stets für ein perfektes Raumklima sorgt oder für das Radio-Navigationssystem mit Touchscreen sowie auch für die griffgünstig in den Türverkleidungen angeordneten elektrischen Fensterheber.
Eine manuelle Sitzverstellung für die Vordersitze, vielerlei Ablagen, die hohe Funktionalität und hochwertige, sauber verarbeitete Materialien sorgen zusammen mit der nahezu perfekten Geräuschdämmung für einen relaxten Aufenthalt.
So dringen kaum störende Außengeräusche ins Wageninnere und so lässt sich dem Audiosystem mit seinen sechs Lautsprechern, RDS-Radio und CD-Spieler sowie Zusatzanschlüssen für MP3-Player und iPod gut lauschen.
Wie ein roter Faden zieht sich die für Volkswagen typische Detailperfektion durch den Wagen. Beispiel „Anschnallerkennung“ für den Fond: Wird der Golf mit hinteren Seitenairbags bestellt, kann der Fahrer über die Multifunktionsanzeige im Cockpit und einer akustischen Warnung separat für jeden Sitz erkennen, ob seine Gäste im Fond angegurtet sind oder der integrierte Flaschenöffner im Getränkehalter in der Mittelkonsohle. |

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Der Kofferraum - glattflächig, variabel, gut zugänglich und deshalb auch gut nutzbar. So lassen sich im Normalfall 350 Liter Gepäck verstauen. Ob dies wohl für das Urlaubsgepäck einer vierköpfigen Familie ausreicht?! Zum Glück gibt es ja noch Dachboxen.
Ruck zuck kann die Lehne der Rückbank, die im Verhältnis 60:40 teilbar ist, umklappt werden. So lässt sich ein Stauraum von 1.305 Litern schaffen. Allerdings ergibt sich keine ebene Fläche, denn im Bereich der umgeklappten Rückenlehne steigt der Kofferraumboden ziemlich an. Zwar lassen sich sperrige wie auch große Güter, dank der großen Kofferraumklappe leicht einladen, aber zuerst muß die erhöhte Ladekante bezwungen werden.
Werkzeug und Warndreieck sind gut verpack und rutschsicher unter dem Laderaumboden untergebracht. Allerdings ergibt sich nur unwesentlich Platz zur Unterbringung von Kleinkram. |

Für ein Höchstmaß an Sicherheits sorgen heute bereits serienmäßig wertvolle elektronische Assistenzsysteme, die den Fahrer nicht nur, aber besonderst in kritischen Situatinen, unterstützen sollen. So bietet der Golf u.a. ein ABS mit Bremskomfortassistenten, ein ESP der neuesten Generation, eine Gegenlenkunterstützung, EDS und eine Antriebsschlupfregelung (ASR), die das Durchdrehen der Räder bei Glätte oder schlüpfrigen Untergrund verhindert. So zeigt sich der Golf auch im Falle eines Falles bestens gerüstet. Optionale Systeme wie MSR und Gespann-Stabilisierung, die „Automatische Distanzregelung ACC“ oder die „Adaptive Fahrwerksregelung DCC“ sowie das „Park Assist“ ergänzen das umfangreiche Sicherheitspaket des Golf.
Neben Front- und Seitenairbags für Fahrer und Beifahrer werden auch noch Seiten-Airbags, Knie-Airbags sowie ein Kopfairbagsystem optional geboten. In Sekundenbruchteilen entfalten sich diese und so werden auch die Passagiere der zweiten Reihe, durch dieses optimal abgestimmtes Sicherheitssystem, dass auch die Dreipunktsicherheitsgurte auf allen fünf Plätzen, vorne höhenverstellbar mit Gurtstraffer und Gurtkraftbegrenzer sowie höhenverstellbaren Kopfstützen (auf allen Plätzen), beinhaltet.

Die Bremsanlage - standfest und über jeden Zweifel erhaben - lässt die Bremsbeläge vehement in die vier Scheibenbremsen, die vorne innenbelüftet sind, verbeißen. Dank dem beherzten "Biss" wird der Golf jederzeit optimal verzögert. Regelsysteme wie ABS und Bremskomfortassistent sorgen selbst bei Vollbremsungen auf unterschiedlichsten Straßenzuständen dafür, dass das Fahrzeug lenkbar und in der Spur bleibt.

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Der 1,4 Vierzylinder-Ottomotor mit Direkteinspritzung und Twincharger schüttelt eine Leistung von 160 PS bei 5.800 U/min aus dem Ärmel und wuchtet immerhin 240 Nm Drehmoment (2.000 U/min) auf die Kurbelwelle. So ist der TSI-Antrieb nicht nur munter, sondern auch sehr sparsam. Dass auch bei niedrigen Drehzahlen schon ein größeres Drehmoment bereit steht erhöht den Fahrkomfort, senkt den Verbrauch und sorgt gleichzeitig für mehr Fahrspaß. Das 1,4-Liter-Aggregat konsumierte lediglich 6,3 Liter Super (145 g/km CO2) auf der Testrunde von DRIVEandTRAVEL. |

Ungemein willig und spontan dreht das 1,4-Liter-Aggragat bis an den roten Bereich des Drehzahlmessers. Da kommt schon sportliches Feeling auf und so manch einer ist überrascht von seinen Sprinterqualitäten. Von 0-100 km/h in 7,5 Sekunden - das ist ein Wort. Aber auch beim Überholen auf der Landstraße ist viel Schaltarbeit kaum von Nöten, denn dem durchzugstarken Motor genügt schon ein Tritt auf das Gaspedal und schon beschleunigt der Golf in nur 8,8 Sekunden von 80 bis 120 km/h im 5. Gang.

Wie es sich für einen spotlichen Allrounder gehört, wird die Kraftfluss über ein Sechs-Gang-Schaltgetriebe geleitet. Leicht und präzise lassen sich die Gänge, mit dem gut plazierten Schaltknüppel, wechseln. Dabei ist der 6. Gang als Schongang ausgelegt, das senkt den Verbrauch wie auch die Drehzahlen auf der Autobahn. Überhaupt sind Motorcharakter und Getriebeabstufung wie für einander geschaffen - die Anschlüsse passen wie die berühmte Faust auf Auge. Dabei bleibt der Frontradantrieb, selbst bei starker Beschleunigung, weitgehend frei von Antriebseinflüssen.

Das Fahrwerk selbst brilliert durch seine Ausgewogenheit. Sportlich straff, aber doch mit dem nötigen Fahrkomfort, schluckt es wirkungsvoll Fahrbahnunebenheiten, lediglich Schlaglöcher und Querfugen werden nicht so souverän eleminiert. Bei der Kurvenhatz bleibt die Seitenneigung erfreulich gering und der Golf liegt dabei wie das berühmte Brett. Insgesamt zeigen sich die Federbein-Vorderachse wie auch die Mehrlenker-Hinterachse toll abgestimmt. Ausgeprägte Spurtreue und einwandfreier Geradeauslauf wie auch eine wirkungsvolle Entkoppelung des Fahrgastraumes sind das Resultat.

Erstklassige akustische Eigenschaften kennzeichnen den Golf. Eine spezielle Dämpfungsfolie in der Frontscheibe, das Dichtungskonzept der Türen und Seitenscheibenführungen und die spezielle Form der Außenspiegel zeichnen dafür verantwortlich, genauso wie die exzellente Entkkopplung von Motor- und Fahrgastraum durch spezielle Motorlager. Leise abrollende Reifen sind das Tüpfelchen auf dem "I" um das Geräuschniveau wirkungsvoll zu reduzieren.
Die leichtgängige direkte Lenkung vermittelt Agilität und ein gelungens Feedback. Leicht und flüssig lassen sich so die Kurven durcheilen und in der Stadt sorgt die Servounterstützung für stressfreies Einparken. Natürlich ist es dann auch von Vorteil, dass sich der Golf recht übersichtlich zeigt. Um zu sparen, sollte man auch in der Stadt möglichst früh hochschalten, denn der Golf lässt sich problemlos und ruckfrei schon bei 50 km/h im fünften Gang bewegen.
Als Resümee bleibt zu sagen, dass der Golf ein sehr angenehmes Auto mit guten Manieren ist. Seine 122 PS machen zwar keinen Renner aus ihm, aber es ist jederzeit genügend Leistung vorhanden, um auf Landstraßen und auf der Autobahn flott und zügig unterwegs zu sein. Dabei gibt er sich beim Spritkonsum erfreulicherweise genügsam. Ein Auto ohne große Kanten und Ecken - eben ein "everybodies darling".

Nichts Überraschendes bei der Preisgestaltung. VW weiß, was sein Golf am Markt wert ist. So darf Ottonormalverbraucher für unser Testwagen, einem 1.4 TSI Comforline (22.825,- Euro) viertürig (+ 975 Euro), immerhin einen Betrag von 23.800 Euro locker machen, um ihn sein eigen nennen zu dürfen. Für eine normale Metalliklackierung weden weitere 495 Euro fällig. Eine schicke Perleffektlackierung kostet sogar bis 2.040 Euro und da sind noch viele, viele Extras, die angekreuzt werden können - eben richtig deutsches Auto.
Mehr technische Daten siehe "Auf
einen Blick"
Stand Mai 2010