Technische Daten

 

Spagat zwischen Milano und Torino - Alfa Romeo Mito

Der MITO möchte hoch hinaus, zumindest die Verkaufszahlen sollen den kleinen Italiener wieder in die vorderen Ränge katapultieren. Sein Name erklärt sich ganz einfach: „MI“ für Milano und „TO“ für Torino. Neben seinem außergewöhnlichen Namen bietet der Alfa Romeo ein jugendlich dynamisches Design, dem kaum einer wiederstehen kann. Der erste Kompaktwagen in der Flotte soll die Modelloffensive so richtig ins Rollen bringen.

Sein Exterieur-Design spricht für sich: auf 4,06 Metern Länge verteilt sich eine Charme-Offensive. In der Frontpartie spiegeln sich die Alfa-Attribute mit dem ins Auge stechenden markentypischen Dreieck, das mittig zwischen den Scheinwerfern platziert ist. Die Spitze des Dreiecks mündet in die Haifischmaul-ähnliche Kühlerpartie.

Akzente setzen die sportlich breiten Radhäuser in der Seitenpartie – sie vermitteln gleichzeitig Bodenständigkeit und Power. Nach hinten abfallend endet die gekonnt geschwungene Seitenlinie in der Heckpartie. Die runden Rückleuchten sind unterhalb des Heckfensters positioniert. Ab hier wird das Heck deutlich breiter und dadurch wird die Sportlichkeit des Kompaktwagens gekonnt unterstrichen. Das Exterieur-Design unterstützt die Alfa-Produktoffensive, die europaweit für Furore sorgen soll.

Im stylischen Innenraum zeigt der modebewusste Mito viel Liebe zum Detail. Das Armaturenbrett wirkt zwar etwas zerklüftet, bietet aber dennoch eine gute Übersichtlichkeit und eine gute Verarbeitung.

Die Grafik der Instrumente wird nachts rot illuminiert und die rund gehaltenen Lüftungsdüsen sorgen für ein angenehmes Raumklima. Mit dem sportlichen Dreispeichen-Lenkrad lässt sich der spritzige Italiener zügig um die Kurven lenken.

Je nach Ausstattungsvariante kann der Mito zusätzlich durch vielerlei sportliche Attribute aufgepeppt werden.

 

Da der Alfa die Plattform des Grande Punto nutzt, sind die Voraussetzungen für angemessene Platzverhältnisse im Innenraum gut, besonders auf den vorderen Plätzen. Die Vordersitze bieten guten Seitenhalt, selbsth bei rasant gefahrenen Kurven. Der gebotene Sitzkomfort ist auch auf großer Tour ausgezeichnet.

Gut versteckt - die Schalter der Sitzheizung. Sie sind unter der Mittelarmlehne platziert und so leider weder gut zugänglich, noch einsehbar.

Im Fond geht es allerdings deutlich beengter zu. Durch die abfallende Dachlinie fehlt es zudem an Kopffreiheit und auch die Beinfreiheit ist für Personen über 160 Meter unzureichend. Bei Kindern bis ca. 14 Jahren geht das Platzangebot allerdings in Ordnung. Fünfsitzer steht zwar auf dem Papier, in der Realität handelt es sich aber um einen Viersitzer.

Die Kofferraumgröße ist für einen Kompaktwagen o.k, mit 270 Litern allerdings auch nicht gerade üppig. Die Rücksitzlehne ist im Verhältnis 1:2 geteilt und die Sitzflächen lassen sich nach vorne klappen. So entsteht eine nahezu glattflächiger Boden. Man ist bei Bedarf variabel und es eröffnet sich ein gut nutzbarer Gepäckraum von immerhin 950 Litern.

Einen kleinen Wehrmutstropfen gibt es allerdings noch, der speziell im Stadtverkehr und beim Einparken negativ auffällt – die breite C-Säule. Durch sie wird die Sicht nach schräg hinten sehr eingeschränkt.

Doch man würde sich keinen Alfa kaufen, wenn da nicht die sportlichen Motoren wären, die das extravagante Design fahrtechnisch unterstützen.


Der 1,4 TB 16V Benziner mit 120 PS/88 kW (bei 5000/min), der in unseren Testwagen beflügelte, zeigte sich als ein reinrassiger Italiener: stürmisch, lustvoll und dynamisch treibt er den Mito voran.

Mit 6,7 Litern im Testverbrauch hält sich sein Durst in erfreulichen Grenzen und für die dargebotenen Leistung, mehr als angemessen. Dynamisch und willig dreht das Aggregat bis an den roten Bereich und die Gänge lassen sich dabei schnell und exakt wechseln. Die Getriebeabstufung zeigt sich sehr harmonisch zum Charakter des Motors, doch die Schaltbarkeit könnte durchaus sportlicher ausfallen.

Maximaler Fahrspaß ist beim Kauf eines jeden Mito inbegriffen. Unterstützt wird die gute Straßenlage durch ein sportlich ausgelegtes Fahrwerk, das mit einer McPherson Vorderradaufhängung und einer Verbundlenker Hinterachse, aufwartet. Allerdings ist auf kurzen Bodenwellen die gebotene Performance leider nicht gerade als geschmeidig zu bezeichnen - aber, nobody is perfect. Dem Kurvenspaß tut dies sowieso keinen Abbruch und zusammen mit der zielgenauen und exakten Lenkung freut man sich auf jede Kurvenkombination.

Ist man zu übermütig, greifen die fein dosierbaren Bremsen, bei Bedarf, auch vehement zu. ABS und die serienmäßige dynamische Fahrstabilitätskontrolle (VDC) sorgen zudem für Sicherheit. Der Mito gehört überhaupt durch sein umfassendes Sicherheitspaket mit zum best Ausgerüstesten in seiner Klasse: 5 Sterne beim Euro-NCAP-Test für Erwachsenen-Insassenschutz, sieben Airbags, doppelte Gurtstraffer vorne, Sicherheitslenksäule etc., um nur einige Features zu nennen.

Durch sein leidenschaftliches, italienisches Gesamtkonzept – tolles Design, Sportlichkeit, gute Preislage und Wirtschaftlichkeit – überzeugte der kleine Casanova. Eine Auto, dass jede Menge Emotionen wecken kann, wir hatten jedenfalls viel Spaß mit ihm.

Mehr technische Daten siehe "Auf einen Blick"

Stand November 2009