Impfkalender für Fernreisen

Fernreisende in die tropischen Gebiete Afrikas, Asiens und Südamerikas planen ihre Ferien immer öfter spontan und buchen last minute. Nicht selten ist es dann für den nötigen Impfschutz zu spät, denn oft ist die Impfung schon Wochen vor der Einreise notwendig. Hier können Sie sich schon frühzeitig über die wichtigsten Bestimmungen informieren.

A=Gelbfieber Impfung
Stand 1/99 A B
AFRIKA
Ägypten
¹
Marokko ¹
restl. Nordafrika ¹
West-/Zentralafrika
Ostafrika ²
Kenia ¹
Tansania ¹
Südafrika, Namibia ¹
Madagaskar/Mauritius ¹
Seychellen
AMERIKA
Dom.Republi./Haiti
¹
restl. Karibik ¹
Costa Rica ¹
Panama
restl. Mittelamerika ¹
Trop. Südamerika ² ¹
Venezuela/Kolumbien
Franz. Guyana

© Copyright DaT-1998
vorgeschrieben
nicht notwendig
empfohlen (Gelbfieberendemiegebiet)
B=Malaria Vorsorge
Stand 1/99 A B
Ecuador/Peru ¹
Brasilien/Bolivien ¹
Paraguay ¹
Argentinien
Uruguay
ASIEN
Naher/Mittlerer Osten
¹
Indien/Nepal ¹
Sri Lanka ¹
Malediven ¹
China ¹
Hongkong/Taiwan
Thailand/Malaysia ¹
Singapur ¹
Indonesien ¹
Philippinen ¹
OZEANIEN
Australien
¹
Neuseeland
Fidschi Inseln ¹
Vor der Abreise ist die individuelle Beratung durch einen Arzt unbedingt erforderlich!
1 Vorsicht bei Einreise aus einem Gelbfieberendemiegebiet
2 Bei Reisen durch mehere Länder in diesem Gebiet

Das sollten Sie wissen ...

Die Cholera-Impfung wird von der WHO nicht mehr empfohlen. Trotzdem kann sie (vor allem bei Überlandreisen) in einigen Ländern an der Grenze verlangt werden. Impfkalender nach Angaben der Welt-Gesundheitsorganisation (WHO) und des Bernhard-Nocht-Instituts für Tropenmedizin in Hamburg.

Gesundheitsrisiken einer Fernreise, Empfehlungen und Vorschriften für Impfschutz und Malaria-Prophylaxe können je nach Reiseziel, Reisezeit und Art der Reise sehr unterschiedlich sein. Zum Beispiel sind Abenteuer- und Trekking-Urlauber größeren Gesundheitsgefahren ausgesetzt als Touristen, die sich in einem abgeschlossenen Feriendorf aufhalten. Um für ihre Reise optimal gerüstet zu sein, sollten sich Erholungssuchende schon während der Urlaubsplanung in einem tropenmedizinischen Institut oder von einem niedergelassenen Tropenmediziner beraten und einen individuellen Impfplan zusammenstellen lassen. Viele Tropeninstitute geben auch telefonisch Auskunft und stellen nach dem persönlichen Gespräch einen Impfplan zusammen. Im Zweifelsfall hilft auch der Hausarzt bei der Suche nach einem Spezialisten.

Die einzigen Impfungen, die bei der Einreise verbindlich vorgeschrieben sein können, sind die gegen Gelbfieber und in seltenen Ausnahmen gegen Cholera. Wer keinen gültigen Impfschutz vorweisen kann, muß in einigen Ländern Afrikas und Südamerikas damit rechnen, an der Grenze abgewiesen zu werden. Unabhängig von Vorschriften empfehlen Tropenmediziner für tropische Gebiete in Südamerika und Afrika eine Impfung gegen Gelbfieber.

Eine Cholera-Impfung wird nicht generell empfohlen, da sie keinen ausreichenden Schutz bietet und zu Nebenwirkungen führen kann. Entgegen den Empfehlungen der Welt-Gesundheitsorganisation verlangen jedoch einige Tropenländer den Impfnachweis.

Eine der gefährlichsten und am meisten unterschätzten Tropenkrankheiten ist die Malaria tropica. Reisende sollten sich besonders vor Mücken schützen. In manchen Ländern kann es zusätzlich nötig werden, vorbeugend Medikamente einzunehmen.

Um eine Virusinfektion der Leber durch infizierte Nahrungsmittel und Trinkwasser zu vermeiden, sollte man sich gegen Hepatitis A impfen lassen. Für Risikoreisende (häufige Reisen, hohes Verletzungsrisiko) empfiehlt sich auch eine Impfung gegen Hepatitis B, die durch Blut, Blutprodukte und Sexualkontakte übertragen wird.

Mit einer Impfung gegen Typhus kann man in Gebieten mit schlechten hygienischen Bedingungen eine zum Teil heftige Durchfallerkrankung abwehren. Ebenso wichtig sind aber strenge Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene. prinzipiell sollten Fernreisende auch rechtzeitig kontrollieren, ob Auffrischungen gegen Polio, Tetanus und Diphterie notwendig sind.