Das sollten Sie wissen ...

Die Cholera-Impfung wird von der WHO nicht mehr
empfohlen. Trotzdem kann sie (vor allem bei Überlandreisen) in einigen
Ländern an der Grenze verlangt werden. Impfkalender nach Angaben der
Welt-Gesundheitsorganisation (WHO) und des Bernhard-Nocht-Instituts für
Tropenmedizin in Hamburg. Gesundheitsrisiken einer Fernreise, Empfehlungen und
Vorschriften für Impfschutz und Malaria-Prophylaxe können je nach
Reiseziel, Reisezeit und Art der Reise sehr unterschiedlich sein. Zum Beispiel
sind Abenteuer- und Trekking-Urlauber größeren Gesundheitsgefahren
ausgesetzt als Touristen, die sich in einem abgeschlossenen Feriendorf
aufhalten. Um für ihre Reise optimal gerüstet zu sein, sollten sich
Erholungssuchende schon während der Urlaubsplanung in einem
tropenmedizinischen Institut oder von einem niedergelassenen Tropenmediziner
beraten und einen individuellen Impfplan zusammenstellen lassen. Viele
Tropeninstitute geben auch telefonisch Auskunft und stellen nach dem
persönlichen Gespräch einen Impfplan zusammen. Im Zweifelsfall hilft
auch der Hausarzt bei der Suche nach einem Spezialisten.
Die einzigen Impfungen, die bei der Einreise
verbindlich vorgeschrieben sein können, sind die gegen Gelbfieber und in
seltenen Ausnahmen gegen Cholera. Wer keinen gültigen Impfschutz vorweisen
kann, muß in einigen Ländern Afrikas und Südamerikas damit
rechnen, an der Grenze abgewiesen zu werden. Unabhängig von Vorschriften
empfehlen Tropenmediziner für tropische Gebiete in Südamerika und
Afrika eine Impfung gegen Gelbfieber.
Eine Cholera-Impfung wird nicht generell
empfohlen, da sie keinen ausreichenden Schutz bietet und zu Nebenwirkungen
führen kann. Entgegen den Empfehlungen der Welt-Gesundheitsorganisation
verlangen jedoch einige Tropenländer den Impfnachweis.
Eine der gefährlichsten und am meisten
unterschätzten Tropenkrankheiten ist die Malaria tropica. Reisende sollten
sich besonders vor Mücken schützen. In manchen Ländern kann es
zusätzlich nötig werden, vorbeugend Medikamente einzunehmen.
Um eine Virusinfektion der Leber durch
infizierte Nahrungsmittel und Trinkwasser zu vermeiden, sollte man sich gegen
Hepatitis A impfen lassen. Für Risikoreisende (häufige Reisen, hohes
Verletzungsrisiko) empfiehlt sich auch eine Impfung gegen Hepatitis B, die
durch Blut, Blutprodukte und Sexualkontakte übertragen wird.
Mit einer Impfung gegen Typhus kann man in
Gebieten mit schlechten hygienischen Bedingungen eine zum Teil heftige
Durchfallerkrankung abwehren. Ebenso wichtig sind aber strenge Nahrungsmittel-
und Trinkwasserhygiene. prinzipiell sollten Fernreisende auch rechtzeitig
kontrollieren, ob Auffrischungen gegen Polio, Tetanus und Diphterie notwendig
sind.
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