Mercedes-Benz

 

Der neue SLK mit sportlicher Nase

Es ist angerichtet: die zweite Generation des Mercedes-Benz SLK präsentiert sich dynamischer und sportlicher - erwachsener. Kühn streckt der "Neue" seine Nase in den Fahrtwind. Die Designer ließen hier Designmerkmale des Formel-1-Rennsports einfließen. Zwar sicherlich nicht jedermanns Geschmack, aber ausdrucksstark und unverwechselbar ist sie allemal.

Das Design spiegelt den sportlichen Anspruch dieser Modellreihe wider. Lange Motorhaube, flache Frontscheibe, breite Türen und ein kurzes Heck sind die typischen Roadster-Kennzeichen. Auch die deutliche Pfeilung der Front- und Heckpartie und die keilförmige Silhouette sind typische Merkmale sportlicher Autos. Dazu gesellen sich auch noch Flügelprofile in der Kühlermaske und eine Doppelauspuffanlage, die auch soundmässig ihrer Bestimmung alle Ehre macht.

Auch im geschlossenem Zustand kann seine Linienführung begeistern, harmonisch fügt sich das Variodach in die Gesamtsilhouette des Sportlers ein und gibt ihm zugleich eine coupéhafte Erscheinung. Überrascht hat uns die Kopffreiheit im Innern bei geschlossenem Dach. Der kuppelhafte Ausformung sei Dank. Die 30 mm mehr an Radstand kommen voll und ganz dem Innenraum zugute.

Mit viel Geschick und Gespühr für Funktionalität, arangierten die Designer Instrument, Schalter und Bedienelemente und fassten diese in logische Gruppen zusammen. Im Prinzip nüchtern und sachlich, setzen doch verspielte Details und punktuell gesetzte Eyecatcher im Alulook oder Chromapplikation gekonnt Kontrapunkte.

Dank gewachsener Innenraum-abmessungen, wird der Besatzung nun deutlich besseres Raumgefühl offeriert. Dazu die neu gestylten Sitzmöbel, die mit viel Komfort und Seitenhalt aufwarten, selbst für Grossgewachsene. Ein absolustes Novum mit Verwöhnaroma - die Kopfraumheizung AIRSCRAFT. Per Knopfdruck strömt Warmluft aus den Kopfstützen und gestattet so offen Fahren auch bei kühlen Temperaturen.

Ein schöner Rücken kann auch entzücken, muskulös präsentiert sich die Heckansicht und die zwei ovalen, verchromten Auspuffblenden. Markant, die Rückleuchten mit LED-Technik, die durch die Spoilerkante mit integrierter Bremsleuchte optisch verbunden werden.

Technisch perfektioniert präsentiert sich das Variodach. Hier ist der Fortschritt sogar messbar. Ein Knopfdruck genügt und in nur 22 Sekunden wandelt sich das Coupé in einen Roadster. Das sind drei Sekunden weniger als beim Vorgänger. Zudem lässt sich nun das Variodach auf Wunsch nun auch per Fernbedienung mittels Fahrzeugschlüssel betätigen.

Der neue SLK offeriert bei geöffnetem Dach nun deutlich mehr Platz für´s Gepäck - beachtliche 63 Liter Zuwachs, auf nun 208 Liter, sind zu verzeichnen. Erreicht wurde dies durch das Einschwenken der Heckscheibe in die gewölbte Dachschale. Bleibt der SLK geschlossen, stehen 300 Liter Kofferraumvolumen zur Verfügung.

Die Motorenpalette reicht vom SLK 200 KOMPRESSOR mit einem Vierzylinder-Otto-Motor mit 1.796 ccm Hubraum und 120 kW/163 PS Leistung und 240 Nm Drehmoment bei 3.000-4.000 U/min über den SLK 350 mit einem V6 Motor mit 3.498 ccm Hubraum und 200 kW/272 PS Leistung und 350 Nm Drehmoment bei 2.400-5.000 U/min bis hin zum SLK 55 AMG mit einem V8 mit 5.439 ccm und einer Leistung von 265 kW/ 360 PS mit einem Drehmoment von 510 Nm bei 4.000 U/min.

Leistungsdaten:

Vierzylinder 6-Gang 7 ,9 Sek. (5-G-Automat 8,3 Sek), Vmax 230 (226) km/h Verbrauch 8,7/ 8,8 Liter.

Sechszylinder: 6-Gang 5,6 Sek. (7-G-Automat 5,5 Sek.); Vmaax 250 km/h (abgeregelt) Verbrauch 10,6/ 10,1 Liter.

Achtzylinder 4,9 Sek. (nur mit 7-G-Automatik erhältlich) und 250 km/h (abgeregelt). Verbrauch 11,7 Liter.

Bei ersten Testfahrten auf Mallorca konnte sich das DRIVEandTRAVEL Team nicht nur von den optischen Reizen des SLK überzeugen, sondern auch von den fahrdynamischen Qualitäten. Willig hängt der Vier- wie auch der Sechszylinder am Gas und beide setzen Gaspedalbewegungen spontan in Dynamik um. Auch die Sound-Designer haben ihre Hausaufgaben gemacht, je nach Leistungsabruf reicht das Klangspektrum vom sanften Brabbeln bis hin zum wilden Grollen.

Das sportlich abgestimmte Fahrwerk mit neu entwickelter Dreilenker-Vorderachse und hinten mit einer modifizierten Raumlenker Hinterachse, meistert den Spagat zwischen hohem Fahrkomfort und sportlicher Härte durchaus überzeugend. Wer es noch sportlicher will kann das optionale erhältliche Sportfahrwerk ordern.

Kurven lassen sich sicher durcheilen und man freut sich schon auf die nächste Kurvenkombination. Dank Zahnstangen-Servolekung geschieht dies sehr präzise und direkt. Der Wendekreis von 10,5 m machen den SLK in der Stadt zu einem wendigen Flitzer.

Die hydraulische Zweikreisbemsanlage mit Unterdruckverstärker, ESP, Anti-Blockier-System, Antriebs-Schlupf-Regelung und Bremsassistent sorgen auch in kritischen Situationen für die nötige Sicherheit. Zudem lässt sich die Bremse sehr gut dosieren und bei Bedarf machen die Bremsbacken vehement Druck auf die vier innenbelüfteten Scheibenbremsen (vorne zusätzlich perforiert).

Aber auch Cruisen macht an, überhaupt wenn das Dach unter der Kofferraumklappe verschwunden ist. Bei geschlossenen Fenstern und montiertem Windshot streichelt der Fahrwind nur zart das Haupthaar. Bei kühleren Temperaturen umströmt warme Luft Hals und Kopf, dank der Kopfraumheizung AIRSCRAFT - das funktioniert auch in der Praxis prima.

Ja, dieser neue SLK macht einen mächtig an und natürlich kann jeder seinen SLK dank großem Zubehörangebot zu einem ganz individuellen Fahrzeug machen. Er hat an Größe und Format gewonnen - keine Frage und zwar nicht nur in Millimetern, da hat er aber auch zugelegt: 72 mm in der Länge, 65 mm in der Breite und 20 mm in der Höhe.

Der SLK verkörpert zwei Fahrzeuge in einem - Coupé wie Roadster. Die Qualitätsanmutung, das Design, die Technik und die Sicherheit überzeugen und obendrein macht er so richtig Spass. Ein Auto für Zwei, das alles bietet: Sicherheit, Fahrspaß und Qualität, eben wieder ein richtiger Mercedes-Benz. Die Basispreise beginnen bei 33.524 Euro für den SLK 20 KOMPRESSOR, 43.384 Euro für den 350 SLK und der SLK 55 AMG schlägt mit 63.974 Euro zu Buche - na eben auch wieder echt Mercedes.

Stand März 2004