Peugeot

 

Ein Löwe setzt zum Sprung an ...

... mitten in die Kompaktklasse - oder wie auch vielfach, die Golfklasse genannt - denn diese würden die Franzosen lieber heute als morgen gerne neu interpretieren. Nachdem der erfolgreiche 307 durch eine Rückrufaktion in aller Munde war ist nun erklärtes Ziel, den Nachfolger in den Vordergrund zu rücken.

2008 sollen weltweit rund 350.000 Peugeot 308 abgesetzt werden, 60% davon mit Dieselantrieb. Erste Fahreindrücke mit dem lichtdurchfluteten 308 lassen vermuten, dass diese Verkaufszahl nicht zu hoch gegriffen ist.

Schon beim Exterieur kann der Käufer - je nach Ausstattung - eine unterschiedliche Front- und Heckansicht ordern. Nur die Basisversionen Filou und Tendance besitzt das klassische Gesicht, während die Varianten Sport, Sport Plus und Platinum eine konkav gewölbte Frontschürze mit Kühlergrill in Aluminium-Optik zeigen.

Mehr Dynamik und Sportlichkeit im Design soll zudem in den höheren Ausstattungen durch einen angedeuteten Diffusor am Heck erreicht werden. Selbst nachts ist der 308 gut erkennbar, da auf den rot schimmernden Heckleuchten das Licht diagonal reflektirt wird. Kraftvolle Proportionen vervollständigen das Bild eines durchaus ernstzunehmenden Kandidaten.

Passend zur innovativen Außenhaut ist auch für den Innenraum ein individuelles Styling möglich. Leider korrespondieren die verwendeten Materialien nicht mit der guten Verarbeitung - hier zeigt die Konkurrenz deutlich mehr Stärken.

Serienmäßig findet sich ab der Version Sport Plus ein großes Glas-Panoramadach mit elektrischer Jalousie (0,83 Quadratmeter), das viel Licht in den Innenraum bringt.

Zusätzlich aufgepeppt wird das Interieur durch Chrom-Detaillösungen, z.B. an der Umrandung der Lüftungsdüsen und jede Menge Ablagefächer.

 

 

Sitze mit gutem Seitenhalt garantieren ein entspanntes Reisen mit dem 308, allerdings ist das Platzangebot im Fond für Großgewachsene mittelmäßig. Ab sofort steht für die Vordersitze eine Lordosenstütze zur Verfügung, die zusätzlich für Bequemlichkeit sorgt.

Gepäck kann auf 348 Liter verteilt werden und ist man zu zweit unterwegs, lässt sich die Rückbank umklappen (40:60) und dann bietet der geräumige Franzose bis zu 1.201 Liter Platz. Einziges Manko: die Ladekante wurde sehr weit nach oben gezogen und erschwert so das Ausladen von schweren Gegenständen - ein höhenverstellbarer Ladeboden wäre hier von Vorteil.

Drei Benzin- und drei Diesel-Triebwerke stehen für den neuen Peugeot zur Wahl, wobei die HDi-Motoren serienmäßig mit einem Rußpartikelfilter versehen sind. Sämtliche Ottomotoren stammen aus der Kooperation zwischen PSA Peugeot Citroen und der BMW Group. Der bewährte 2,0 Liter HDi mit 100 kW/136 PS zeigte bei ersten Testfahrten, dass er auch in Verbindung mit dem neuen 308 über genügend Power und Durchzugskraft verfügt. Sein maximales Drehmoment von 320 Nm bei 2.000/min kann durch die "Overboost"-Funktion kurzzeitig - bei Volllast zwischen 1.750 und 3.200/min - auf 340 Nm gesteigert werden.

Deutlich straffer ausgelegt als beim 307 zeigt das Fahrwerk beim neuen Peugeot kaum Schwächen. Die elektrohydraulische Zahnstangen-Servolenkung arbeitet präzise und direkt und wäre da nicht die etwas hakelige Fünfgangschaltung, dann würden rasante Kurvenstraßen zum Genuss werden. Fahrkomfort uind gute Straßenlage werden durch die hydraulischen Stoßdämpfer zusätzlich unterstützt.

Ob nun als Drei- oder Fünftürer, der gelungene Nachfolger des 307 wird sicherlich im Getümmel der Kompaktklasse seine Fans finden. Schon der Einstiegspreis von 14.950 Euro (3-Türer) lässt vermuten, dass Peugeot mit dem 308 in die Preisoffensive gehen möchte. Bei den Händlern steht der schicke Franzose ab dem 15.09.2007.

09/2007