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Porsche Targa - und es werde Licht

Genau das ist es, was auch den neuen Targa so unverwechselbar macht - der lichtdurchflutete Innenraum. Er ist der Elfer mit der besonderen Note. Wegen seines eigenständigen Dachkonzeptes ist der Sportwagen weder eindeutig in die Kategorie "Coupé" noch in die Kategorie "Cabriolet" einzuordnen.

1965 wurde der erste Targa auf der IAA in Frankfurt vorgestellt und seitdem ca. 100.000 mal verkauft. Kritiker sind zwar vom Ur-Konzept des ersten Targa mehr überzeugt, aber DRIVE and TRAVEL findet die Glasschiebedach-Lösung einfach komfortabler.

Highlight und Hingucker beim neuen Targa ist das 1,54 Quadratmeter große Glasdach, das durch einen UV Filter die Insassen vor allzu kräftiger Sonneneinstrahlung schützt.

An den seitlichen Dachkanten sind hochglanzpolierte Aluminiumleisten angebracht, die den sportlichen Gesamteindruck wirkungsvoll in Szene setzen.

Nach hinten spitz zulaufende Fensterflächen verleihen dem Targa eine langgestreckte Silhouette. Harmonisch integrieren sich die weit ausgestellten Radhäuser und die im Heckbereich um 44 Millimeter breitere Karosserie verleiht dem Sportwagen einen kraftvollen Auftritt. Sein Exterieur strahlt eine enorme Eigenständigkeit aus und trotzdem ist er auf den ersten Blick als Porsche erkennbar.

Die Gestaltung des Interieurs des 911 Targa ist an das Design des 911 Carrera Coupé angelehnt. Passend zur eleganten Dachform wurde die neue Innenraumverkleidung konzipiert. Alle verwendeten Materialien wirken hochwertig und sind äußerst exakt verarbeitet. Als Individualausstattung wird eine Zweifarben-Kombination angeboten. Serienmäßig finden sich u.a. das Porsche Communications Management, Klimaautomatik, Diebstahlwarnanlage sowie das Sound Package Plus mit Radio, CD-Player und neun Lautsprechern.

 

Das große Glasschiebedach teilt sich in zwei Segmente und wird über eine Wipptaste in der Mittelkonsole gesteuert. Ein serienmäßiges Rollo deckt die komplette Schiebefläche ab. Per Funkfernbedienung am Fahrzeugschlüssel wird die Heckklappe separat geöffnet und durch eine elektrische Zuziehhilfe beim Schließen unterstützt. Sie bietet einen bequemen Zugang zum 230 Liter großen Gepäckraum. Sportliche Sitze mit gutem Seitenhalt passen sich perfekt den Insassen an und bieten einen guten Komfort.

Erstmals wird der neue Targa in zwei Motorvarianten angeboten. Zur Wahl steht der Targa 4, 3,6 Liter mit 325 PS/239 kW bei 6.800 1/min und der 4 S, 3,8 Liter mit 355 PS/261 kW bei 6.600 1/min. Beide Aggregate überzeugen durch eine tolle Leistungsentfaltung und Laufruhe. Der 3,6 Liter beschleunigt in 5,3 Sekunden von 0-100 km/h - Höchstgeschwindigkeit 280 km/h und der 3,8 Liter in 4,9 Sekunden - Höchstgeschwindigkeit 288 km/h. Mit einer enormen Durchzugsstärke überzeugte der Targa 4 S auf den Testfahrten und ließ keine Zweifel aufkommen, dass es sich hier um einen Porsche handelt.

Durch die neue Karosserie-Basis (911 Carrera 4) wird der Targa nun ausschließlich mit Allradantrieb angeboten. Je nach Fahrsituation überzeugen beide Modelle mit ausgeglichenem Vortrieb in Kurven, einem sehr stabilen Geradeauslauf und einer verbesserten Fahrdynamik.

Zudem hat man jetzt die Wahl zwischen zwei Fahrwerkvarianten, für den Targa 4 optional und für den 4 S serienmäßig. So bietet PASM durch die variable Dämpfereinstellung die Möglichkeit, sich zwischen einem sportlich-komfortablen und einem sportlich-straffen Fahrwerk zu entscheiden. Das präzise schaltbare, manuelle Sechsgang-Getriebe unterstützt die sportliche Fahrweise mit dem Targa zusätzlich, aber es steht auch die Tiptronic S mit fünf Gängen als Alternative zur Wahl.

Tja, und nun muss man nur noch das Glasschiebedach zurückfahren und einer Ausfahrt in´s Grüne steht nichts mehr im Weg. Noch agiler und wendiger lässt sich der neue Targa durch enge Kurven fahren und auf der Geraden beschleunigt er sekundenschnell. Mit einer Dynamik und Power, die man von einem Porsche erwartet. Der typische Sound dringt in unsere Ohren und man fährt; und fährt; und fährt.

Eines ist sicher, mit den neuen Porsche Targa 4 Modellen wird nicht nur die angestammte Fangemeinde treu bleiben, auch Neulinge werden auf den Geschmack kommen. Frau würde sich auf jeden Fall für den Targa entscheiden, denn abgesehen davon, dass es sich hier um einen wundervollen Sportwagen handelt, kann man offen fahren und gleichzeitig muss man keine Extraladung an Haarspray verwenden, damit die Frisur nach der Ausfahrt sitzt. Der neue Targa, der seit November bei den Händlern steht, kostet 91.843,00 Euro und in der leistungsstärkeren S-Version 102.167,00 Euro.

09/2006