Oldtimer / Stories

 

Der GOLF wird 25 Jahre alt

Alles begann im Juni 1974 - der GOLF I kam auf den Markt. Kompakte selbsttragende Karosserie mit Heckklappe, Frontantrieb mit quer eingebauten wasser-gekühlten Vierzylindermotoren, dazu ein leichtes Fahrwerk mit Federbein-Vorderachse und Verbundlenker-Hinterachse - einfach ein völlig neu entwickeltes Konzept. Die Akzeptanz der Käufer war von Anfang an sehr groß, praktische Heckklappe, auf Wunsch vier Türen und das Tollste war noch die schnellere Geschwindigkeit bei einenr höheren Fahrsicherheit.
Der erste GTI kam dann 1976 auf den Markt. Er bot sensationelle 81 kW und lief 181 km/h. Damit war er, als die Mittelklasse kaum mehr als Tempo 165 erreichte, einer der attraktivsten Wagen weit und breit. Binnen kurzem wurde der GTI zum Kultauto einer jungen Generation und schuf eine ganz besondere Art der Faszination rund um den Golf. Schon im September ´76 folgte der nächste Wurf - der Golf Diesel. Erstmals ein kleiner Diesel-Personenwagen. Zuvor galten Dieselmotoren als schwer und unkomfortabel. Volkaswagen überraschte mit einm leichten und erstaunlich kultivierten 1,5-Liter-Selbstzünder, der wie ein Benziner fuhr, aber pro 100 Kilometer zwei Liter weniger Treibstoff verbrauchte.

Als nächstes Highlight erschien im März 1979 das Golf Cabriolet. Das offene Auto auf der Basis des Golf I blieb 14 Jahre im Programm. Die zweite Generation Golf folgte dann im August 1983. Die Karosserie war mit längerem Radstand und größerem Kofferraum den wachsenden Ansprüchen gefolgt. Eine neue Verbundlenker-Hinterachse verbesserte die Fahreigenschaften. Die Motoren reichten von 1,3 bis 1,8 Liter Hubraum. Ein Turbodiesel kam hinzu. An der Spitze lag weiterhin der Goldf GTI mit nunmehr 1,8 Liter und 82 kW (112 PS). Immer mehr Geschwindigkeit war gefragt und so kam der Golf 16V mit dem ersten Vierventil-Motor und 139 PS. Er war mit Tempo 210 schon dem Zeitgeist gefolgt.
Nach dem Golf syncro mit Allradantrieb erschien dann im Januar 1990 der Golf Country. Zugleich zogen bei den Diesel die Ladeluftkühlung und die ersten Oxidationskatalysatoren ein und führten zu höherer Leistung und Abgasreinigung.

Ein neues Gesicht kam mit dem Golf III 1991 auf den Markt. Im Charakter wuchs er an die Eigenschaften großer Autos heran. Das Fahrzeug war bemerkenswert fibrationsfrei und die Crash-Eigenschaften wurden immer mehr optimiert - auch durch den Einsatz der Airbags für Fahrer und Beifahrer.

Eine breite Motorenpalette stand bereit. Wobei der Golf VR6 zu den absoluten Highlights zählte und nun den Sprung ins Leistungsspektrum der Oberklasse schaffte. Ein neues Cabrio komplettierte 1993 die Modellpalette von VW.

Last, but not least erklomm im August 1997 die vierte Generation Golf den Autohimmel. Die nun vollverzinkte Karosserie erlaubte eine zweijährige Garantie gegen Durchrostung. Ihre verwindunssteife innere Struktur ermöglichte eine glattflächige Außenhaut mit schmalen Trennfugen und symbolisierte den hohen Qualitätsanspruch des neuen Golf.

Die Motoren beweisen ein breites Leistungsspektrum. Zwei neue Aluminium-Triebwerke mit 1,4 und 1,6 Liter markieren den Beginn der Skala. Die 1,8-Liter-Motoren nutzen Fünfventiltechnik. Ein sportlicher 1,8-Liter-Turbomotor treibt mit 110 kW den GTI. Zahlreiche neue Motoren kamen noch hinzu und im Juli 1998 erschien dann die neue Allrad-Version. Nun als Golf 4Motion mit elektronisch gesteuerter Haldex-Kupplung, die mit den elektronischen Regelungen des ABS und des ESP kombiniert werden kann.

Auch das Cabrio kam 1998 mit den glattflächigen Merkmalen des Golf IV und im Mai ´99 der neue Golf Variant. Der Golf, der von dem schon jetzt mehr als 19 Millionen Exemplare gebaut worden sind, ist in 25 Jahren ein großes Auto geworden und klassenübergreifend geblieben. Ein Auto, was es in sich hat und für alle Fans gibt es zum Jubiläum das Sondermodell Golf "Generation".

 

Stand Juli 1999