![]() |
Oldtimer / Stories | ![]() |
60 Jahre
7er Baureihe von BMW

BMW 335 - ab 1939 Wie alles anfing. 1936, nur acht Jahre nach Aufnahme der PKW-Produktion, boten die Bayerischen Motoren Werke erstmals einen Mittelklassewagen an: den 326. Mit Öldruckbremsen und einem Reihen-Sechszylindermotor stellte dieser Viertürer ein für seine Zeit äußerst modernes Konzept dar. Dies war die Geburtsstunde des "großen" BMW. Der 335 wies einen um gut elf Zentimeter verlängerten Radstand auf, der sich formal an einer kräftigen, gestreckten Frontpartie mit elegant geschwungenen Kotflügeln äußerte.
BMW502 V8 - ab 1954 Kaum, daß das zarte Pflänzchen namens Wirtschaftswunder seine ersten Triebe zeigte, präsentierte BMW 1951 den 501, der wegen seiner eigenwilligen, ein wenig pausbäckigen Formgebung schnell den Spitznamen Barockengel weghatte. Mit ihm begann nicht nur die Automobilproduktion von BMW nach dem Kriege, sondern auch der jüngere Teil des Kapitels "großer BMW". Der 501 basierte auf dem Typ 326; er war moderner, gestreckter und geräumiger als dieser. Auch er verkaufte sich nicht so wie erhofft und erst mit der Vision des sportlich agilen Autofahrens, das sich im Fahrverhalten, in der leistungsstarken Motorisierung und im Design niederschlagen sollte, half BMW aus dieser Talsohle heraus.
BMW 3.3Li - ab 1975 Mit dem 1500, ein für seine Zeit starkt motorisierter Viertürer der Mittelklasse mit hervorragender Straßenlage und dem 150 PS starken 2500 begann der Erfolg 1968. Von da an zählte ein BMW zur Sportwagenklasse. 1977 trat dann die 7er-Reihe auf den Plan. Das ausgesprochen repräsentative Äußere mit einer großen Anzahl technischer Innovationen knüpfte an den fahraktiven Charakter seiner Vorgänger an, die ihn mit souveräner Motorisierung zur sportlichen Alternative in der Oberklasse machte. Flaggschiff der ersten 7er Reihe war der 1980 präsentierte 745i, dessen 3,2 Liter-Turbosechszylinder für Fahrleistungen sorgte, die im Limousinenbereich ihresgleichen suchten.
BMW 745i - ab 1980 Die zweite 7er-Reihe stieß bei ihrer Einführung 1986 auf geradezu euphorische Resonanz: Die Ausstattung von unaufdringlicher Noblesse, gepaart mit sportlicher Eleganz, begeisterte die Kritiker ebenso wie Leistungsentfaltung, Fahrverhalten und die Ausstattung auf höchstem technischen Niveau. Waren die ersten 7er ausschließlich Sechszylinder-Modelle, so erhielt die zweite 7er-Generation 1987 als Flaggschiff mit dem 750i die erste deutsche Zwölfzylinder-Limousine (fünf Liter, 300 PS) seit Ende der 30er Jahre. 1992 wurde auch die Lücke zwischen der Sechszylinder- und der Top-Motorisierung geschlossen: Motoren mit drei (740i) bzw. vier (740i) Litern Hubraum und 218 bzw. 286 PS komplettieren die BMW Palette im Topsegment.
BMW 750iL - ab 1987 Mit der dritten 7er-Reihe wurde dann alles übertroffen, was bisher an Design bei BMW da war. Die Bandbreite reicht heute vom 728i über zwei Achtzylinder bis zum Zwölfzylinder mit 5,4 Litern Hubraum und 326 PS - übrigens der einzige Zwölfzylinder seiner Klasse. Als Novoum kam 1998 ein besonders feiner Dreiliter-Direkteinspritzer: Der 730d setzt in Bezug auf Leistungsfähigkeit und Verbrauch neue Maßstäbe und räumt zugleich endgültig mit dem Vorurteil auf, daß Dieselfahren mit dem Anspruch an eine Luxuslimousine nicht vereinbar sei. Mitte des Jahres wird die BMW Diesel-Offerte um ein weiteres Highlight ergänzt - ein Achtzylinder vom Allerfeinsten.
BMW 740i - ab 1994 Auch das Team von DRIVE and TRAVEL konnte sich nach Testfahrten mit dem neuen 7er völlig begeistern. Sowohl Design, wie auch Fahrverhalten lassen Seinesgleichen nur schwer finden. Wir freuen uns schon auf die nächste Generation der 7er. |
Stand Mai 1999