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Zwei Buchstaben - ein Mythos Wer meint, die Buchstaben XJ stehen für eine bestimmte Wortkombination, der irrt. Das "X" tauchte erstmals 1948 beim Jaguar XK 120 auf und könnte damals von "experimental" abgeleitet worden sein, da zu diesem Zeitpunkt der erste Versuchsmotor mit zwei obenliegenden Nockenwellen auf dem Prüfstand lief. Der zweite Buchstabe wurde dem Fahrzeugtyp zugeordnet, das J für die Limousinen und das K für die Sportwagen. Dies ergab sich so aus der alphabetischen Reihenfolge einzelner Baumuster. Mittlerweile haben die Kürzel XJ und XK in der automobilen Welt den Mythos von kultivierter Leistung in einem faszinierenden Automobil, erlangt.
Jaguar XJ Serie I - gebaut von 1968 bis 1973 Für Jaguar begann 1968 ein neues Zeitalter. Die erste XJ Limousine wurde in diesem Jahr auf der London Motor Show präsentiert. Die Formgebung der zeitlos schönen Limousine stammte weitgehend von dem Gründer und Chef des Hauses Jaguar - Sir William Lyons. Sein Gespür für excellentes Design verhalf Jaguar mit seiner XJ-Serie zu einer neuen Identität. Als Motorisierung diente dem XJ6 der 4,2 Liter dohc-Motor mit 205 PS bis 1986 und der damals neuentwickelte 2,8-Liter-Sechzylinder mit gleicher Grundauslegung mit 149 PS versah seinen Dienst bis 1975 als er dann durch den 3,4 Liter mit 163 PS abgelöst wurde. Allerdings war dieser Motor nur bis 1979 im Angebot. Ein Jahr nach dem Debüt im E-Type, gab es den 5,4 Liter V12 Motor auch für den XJ (1972). Damit hatte Jaguar eine der exklusivsten Luxuslimousinen der Welt im Angebot.
Jaguar XJ Serie II - gebaut von 1973 bis 1979 Die selbsttragende Karosserie besaß schon damals Einzelradaufhängung und Scheibenbremsen. Mehr Platz im Fond bot die Version mit längerem Radstand, die ab Herst 1972 angeboten wurde. Die Ausstattung der Jaguar Limousinen - very british - mit viel Edelholz und duftendem Leder und dem unbeschreiblichen Flair. Der Preis dagegen, eher schottisch. In Deutschland erhielt man den XJ6 seinerzeit bereits ab 25.000,- DM. Konsequente Modellpflege machten aus dem einst anfälligen Wagen ein immer perfekteres Automobil.
Jaguar XJ, Serie III - als Daimler - 1979 bis 1992 Der Kenner unterscheidet die einzelnen Varianten der XJ Serie nach signifikanten Details. Die Serie I (1968 bis 1973) läßt sich leicht an dem höheren Kühlergrill erkennen, die Serie II (1973 bis 1979) besaß unter der vorderen schmalen Chromstoßstange einen großen, in chrom gefaßten Lufteinlaß, der Kühler wurde breiter und deutlich niedriger. Zudem erhielt die Serie II ein völlig neues Interieur-Design. Mit eines der auffälligsten Merkmale der Serie III (1979 bis 1992) waren die breiteren Chromstoßstangen mit Gummiauflage, zudem gab es weitere Modifikationen im Front- und Heckbereich. Die letzte Version des bis 1992 gebauten Serie III Zwölfzylinder mobilisierte 295 PS und ließ die noble Karosse immerhin 245 km/h laufen. Alle XJ12 und Daimler Double Six waren ausschließlich mit einer Getriebeautomatik lieferbar.
XJ Serie - Daimler Double Six - gebaut von 1994 bis 1996 1994 wurde die neue XJ Serie eingeführt. Mit ihr wurde ein neues Kapitel im Karosseriedesign der XJ Limousinen aufgeschlagen. Bewußt bediente man sich klassischer Jaguar-Komponenten, wie gestreckte Linien, breiter verchromter Kühlergrill, flankiert von Doppelscheinwerfern. Heraus kam eine selbstbewußte, zeitlos schicke, dynamische Limousine, deren Styling hervorragende Akzeptanz fand. Übernommen wurden die schon von der Serie III bekannten 3.2 Liter und der 4.0 Liter Sechszylinder, ebenso wie auch der 6.0 Liter V12 im Modell XJ12, dessen Leistung beachtliche 311 PS aufwies. Der 4.0 Liter wurde auch als XJR angeboten und erreichte in dieser Version, dank Kompressor, stolze 320 PS. Nach wie vor waren Daimler-Versionen erhältlich.
Jaguar XJ8 - Kompressor - gebaut seit 1997 1997 - der XJ8 erblickte das Licht der Welt. Die Karosserie wurde fast unberührt übernommen, nur einige Modifikationen erschienen notwendig. Das Herz allerdings war neu und hatte ein Jahr zuvor im Sportwagen XK8 schon für Furore gesorgt. Also, was lag näher als diesen prachtvollen Achtzylinder in die XJ Karosse zu implantieren. Angeboten wird dieser Motor in Hubraumklassen - 3.2 Liter mit 237 PS und 4.0 Liter mit 284 PS. Die Krönung bildet die Kompressorausführung des 4.0 Liter Aggregates mit 363 PS. Das Flaggschiff der neuen Jaguar Flotte bildet der Daimler Super V8. |
Stand Januar 1999