Oldtimer / Stories

125 Jahre
Visionen in Bewegung

Unter diesem Motte feiert das Neckarsulmer Audi Werk seine 125jährige Firmengeschichte. Zum Auftakt der Jubiläumsaktivitäten hielt Dr. Franz-Josef Paefgen die Festansprache und sagte untere anderem:"Die Audi AG kann mit den Marken Audi, DKW, Wanderer, Horch und NSU auf eine beeindruckende Automobilgeschichte zurückblicken. Diese Tradition ist eine gute Basis, auf der sich in der Zukunft weiter aufbauen läßt." Das dies sich immer wieder bei Audi verwirklicht sieht man z.B. auch an der neuesten Creation - dem Audi TT. Ein - wie wir meinen - toller Sportwagen, vom Design bis zur Motorisierung einfach super.

Begonnen hat alles 1873. Christian Schmidt gründet in Riedlingen eine Strickmaschinenfertigung. Nach dem Umzug nach Neckarsulm gehen die ersten vierrädrigen Daimler Stahlradwagen in Produktion. Zur Jahrhundertwende ist NSU die erste deutsche Motorradfabrik und schon 1906 startet der Automobilbau mit den original Neckarsulmer Motorwagen. Nach spektakulären Geschwindigkeitsrekorden und Siegen auf der legendären Avus mit dem 5/15 Kompressor Rennwagen konnte die weitere Entwicklung nicht mehr gebremst werden. Alle 2 Stunden ein Auto, alle 20 Minuten ein Motorrad und alle 5 Minuten ein Fahrrad.

1936 avanciert die NSU Quick zum Volksmotorrad. Die ständigen Gewinne bei Weltmeisterschaften, wie 1955 auf der Sportmax in der 250 ccm Klasse mit H.P. Müller zeugen von der Leistungsfähigkeit der Motoren. Nach dem Krieg wird das fast völlig zerstörte Werk neu aufgebaut. Es folgen die Motorräder Lux, Max, Lambretta und die weit über 1,2 Millionen mal verkaufte NSU Quickly. Zu diesem Zeitpunkt ist NSU die größte Zweiradfabrik der Welt (1955: 350000 produzierte Einheiten) und die NSU Max das meistverkaufte Motorrad in Deutschland.

1957 beginnt NSU mit der Wankelmotorentwicklung. Von 1958 bis 1965 wird NSU Deutscher Geländemeister mit der NSU Gelände-Max. Gleichzeitig erfolgt die Wiederaufnahme der Automobilproduktion. Eine Sensation gelingt 1964. Als erster Automobilhersteller der Welt bringt NSU serienmäßig ein wankelbetriebenes Auto, den NSU/Wankel Spider, heraus. 1966 gewinnt Karl Heinz Panowitz zum ersten Mal mit einem Fahrzeug mit Kreiskolbenmotor die Deutsche Rallymeisterschaft. Danach begann der Bau der legendären Ro 80. Dieses zukunftsweisende Fahrzeug wird als erstes deutsches Auto mit der Auszeichnung "Auto des Jahres" gewürdigt.

Die vollverzinkte Karosserie wird 1985 eingeführt. Dies ist ein weiterer Meilenstein in der Geschichte des Automobilbaus. In diesem Jahr wird das Unternehmen in "AUDI AG" umbenannt und der Sitz von Neckarsulm nach Ingolstadt verlegt. 1988 erfolgt dann der Einstieg in die Oberklasse. In Neckarsulm wird mit dem Bau des Audi V8 begonnen. Ein Jahr später kommt der neu entwickelte Turbodiesel mit Einspritzung auf den Markt. Hinsichtlich Drehmoment und Verbrauch setzt er für viele Jahre neue Zeichen in der Dieselmotorentwicklung. Der 1994 eingeführte A8 besitzt als erstes Serienmodell der Welt eine vollständige Aluminiumkarosserie.

1996 wird zusätzlich zum A8 und A6 das Cabriolet im Werk Neckarsulm produziert. Das Gesamtinvestitionsvolumen am Standort Neckarsulm liegt bei fast einer Milliarde Mark in nur 4 Jahren. Mit dem neuen Audi A6 geht die fünfte Generation dieser Modellreihe in Produktion. 1998 folgt der A6 Avant. Im Werk Neckarsulm arbeiten 11.335 Mitarbeiten und täglich werden 820 Automobile produziert.