Auto-Unfälle – In diesen Ländern kracht`s am häufigsten

Millionen Deutsche planen jedes Jahr die Anreise zum Urlaubsort mit dem eigenen Auto. Besonders Familien reisen vermehrt mit dem PKW, doch das Auto fahren im Ausland bringt natürlich auch so seine Tücken mit sich: Ein neues, unbekanntes Umfeld, Verkehrszeichen die man möglicherweise zuvor noch nie gesehen hat, Schilder in fremden Sprachen und unbekannte Verkehrsregeln erwarten uns häufig in fremden Ländern. Das Resultat hiervon ist eine rasant steigende Anzahl an jährlichen Unfällen, an denen in Deutschland zugelassene Autos beteiligt sind.

 

Der Alptraum jeden Autofahrers: Ein Unfall im Ausland

Wer schon einmal mit dem PKW in Frankreich unterwegs war und in Paris eingeparkt hat wird sicherlich wissen, dass Blechschäden dort einfach zum französischen Straßenverkehr dazu gehören. Doch auch in zahlreichen anderen Ländern muss man als Autofahrer besonders aufmerksam unterwegs sein, wenn man einen Unfall vermeiden möchte. Insbesondere in Ländern weiter südlich der Weltkarte hat das Autofahren so seine ganz eigenen Tücken. In folgenden Ländern krachte es im vergangenen Jahr besonders häufig:

 

Platz 1: Italien

Italien ist natürlich eines der beliebtesten Urlaubsziele von uns Deutschen, denn im Handumdrehen lässt sich das Land mit dem eigenen Fahrzeug erreichen. Doch hier registrierte der italienische Zentralruf deutscher Autofahrer im vergangenen Jahr auch die meisten Unfälle mit ausländischen Unfallgegnern. Leider steigt diese negative Zahl jährlich weiter an.

Platz 2: Frankreich

Den zweiten Platz belegt unser Nachbarland Frankreich. Besonders häufig kommt es hier beim Parken oder im Stadtverkehr zu Blechschäden am eigenen PKW. Auch hier steigt die Zahl der registrierten Verkehrsunfälle im Jahr leider kontinuierlich.

Platz 3: Niederlande

Auf dem dritten Rang folgt die Niederlande mit ebenfalls jährlichem Zuwachs.

Platz 4: Österreich

Obwohl die Verkehrsregeln in Österreich dem deutschen Standard wohl am ähnlichsten sind, finden dort dennoch insbesondere in den Wintermonaten viele Unfälle statt, an denen deutsche Autofahrer beteiligt sind.

Platz 5: Polen

Polen landet auf dem fünften Platz. Hier sind auch Blechschäden die am häufigsten registrierten Unfälle.

Platz 6: Belgien

Belgien bildet das Schlusslicht der eher unschönen Liste.

Rund 70 Prozent aller eingegeangenen Meldungen über Unfälle im Ausland entfallen auf diese sechs Länder. Natürlich gehören diese Urlaubsziele auch zu den beliebtesten Autoreisezielen und werden jährlich von Millionen Deutschen besucht. Allerdings verzeichnen auch die beiden Länder Kroatien und Dänemark einen jährlichen Anstieg. Das Schlusslicht der Unfallstatistik bildet Andorra und die Insel Jersey, allerdings sind hier natürlich auch die Zahl der jährlichen deutschen Urlauber eher gering.

 

Mit dem Mietwagen unterwegs

Auch die Buchung eines Mietwagens ist für viele Urlauber eine gute Wahl, um den Urlaubsort unabhängig und flexibel erkunden zu können. Doch auch hier drohen teilweise hohe Kosten, wenn es zu einem Verkehrsunfall kommt. Auch hier ist Italien wieder Spitzenreiter, dicht gefolgt von Portugal. Das spanische Festland gehört ebenfalls zu den Ländern, in denen häufig Schäden am Mietwagen verzeichnet wurden, gefolgt von Großbritannien, Island, Irland und Neuseeland. Überraschenderweise kam es auf den Balearen Inseln und insbesondere auch auf Mallorca – der Lieblingsinsel der Deutschen – zu vergleichsweise wenig registrierten Verkehrsunfällen.

 

Was tun beim Unfall im Urlaub?

Auch wenn ein Unfall glimpflich ausgeht, kann die ganze Urlaubsentspannung hierdurch zerstört werden. Bleibt es allerdings bei Blechschäden, ist das nicht unbedingt gleich ein Grund zur Sorge, denn wer richtig handelt kann die komplette Abwicklung dank neuer EU-Richtlinien von Zuhause aus erledigen. In diesen Richtlinien wird geregelt, dass jede Versicherungsgesellschaft einen Schadensbeauftragten in einem EU-Land haben muss., der sich um die komplette Schadensregulierung vor Ort kümmert. An wen man sich in solchen Fällen wenden muss, lässt sich beim „Zentralruf der Versicherer“ (Telefonnummer 040 / 300330300) erfragen. Auch für Island, in der Schweiz, in Lichtenstein und Norwegen ist der Zentralruf zuständig.

Ist eine Urlaubsreise in Länder wie Russland, die Türkei oder Tunesien geplant, sollten vorher mit dem Versicherungsunternehmen die jeweilig gültigen Modalitäten abgeklärt werden. Oft werden spezielle Auslandspolicen nötig, um in solchen Ländern ausreichend abgesichert zu sein.

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