Acht Tipps für eine entspannte Reise mit dem Auto

1. Erkennen und beseitigen Sie im Vorfeld Stressfaktoren

Eine entspannte Reise beginnt lange bevor Sie ins Auto steigen und Richtung Autobahn fahren. Sie beginnt damit, dass Sie erkennen, womit Sie sich selber stressen.

Stress entsteht im Allgemeinen, wenn die Zeit zu knapp bemessen ist oder Sie sich keine Vorstellung von der zeitlichen Entwicklung der weiteren Fahrt machen können.

Im ersten Fall ist es typischerweise so, dass Sie die Fahrzeit viel zu knapp kalkuliert haben. Irgendein Zwischenfall hält Sie auf und plötzlich stehen Sie unter Zeitdruck, weil Sie die letzte Fähre zu verpassen drohen oder Sie Ihre Unterkunft zu einer bestimmten Uhrzeit erreichen müssen.

Im zweiten Fall stehen Sie beispielsweise im Stau und die Ungewissheit darüber, wann die Fahrt weitergehen kann und die damit verbundene Untätigkeit setzen Sie unter Stress.

Von daher ist es günstiger, die Fahrt in kürzere Etappen zu teilen und bewusst die Reise zu entschleunigen. Über das Internet finden Sie preiswerte Unterkünfte en gros und auch in einer kleineren Stadt können Sie interessante Sehenswürdigkeiten entdecken oder einfach die Natur genießen.

Legen Sie vor der Fahrt fest, wie Sie mit einem Stau umgehen. Stauforscher empfehlen, nicht auf die Landstraße auszuweichen, da dies oft mehr Zeit kostet. Stressforscher empfehlen wiederum genau diese Variante. Wer sich bewegt hat das Gefühl, die Situation zu kontrollieren und fühlt sich darum weniger im Stress. Es ist Ihre Entscheidung. Aber treffen Sie sie rechtzeitig und mit dem Partner im Konsens, das erspart Diskussionen zum falschen Augenblick.

 

2. Informieren Sie sich über lokale verkehrstechnische Besonderheiten

Andere Länder, andere Verkehrssitten. Und diese können teuer werden. In manchen Ländern müssen Sie im Kofferraum bestimmte Dinge mitführen, zu denen Sie in Deutschland nicht verpflichtet sind.

In Serbien ist ein Abschleppseil Pflicht, in Russland ein Ersatzlampenset, in Litauen ein Feuerlöscher und in Frankreich Warnwesten. Dumm, wenn man dann in eine Kontrolle gerät und diese Dinge aus Unkenntnis nicht mit sich führt.

Auch Schilder oder Fahrbahnmarkierungen werden in anderen Ländern manchmal anders interpretiert. Wer darüber Bescheid weiß, erspart sich so manchen Ärger.

 

3. Mit dem ADAC reist es sich besser

Auch wenn der ADAC vor einigen Jahren sich einen ordentlichen Skandal leistete, so ist eine Mitgliedschaft weiterhin von großem Vorteil.

Wer einmal auf der Autobahn liegenblieb, kann davon ein Lied singen. Und mit dem richtigen Tarif ist das Abschleppen auch inklusive. Prüfen Sie vor der Reise, wenn Sie schon Mitglied sind, ob alle Risiken erfasst sind und passen Sie gegebenenfalls Ihren Tarif an. Was sind schon zusätzliche 50 Euro, im Gegensatz zu einer teuren Überführung, die Ihnen der lokale Abschleppdienst händereibend offeriert.

 

4. Datenbackup für Notfälle einrichten

Ein Einbruch oder ein Diebstahl kommt auch auf der entspanntesten Reise vor. Plötzlich stehen Sie da, ohne Smartphone, ohne Geld, ohne Ausweis und ohne andere Unterlagen. Dummerweise haben Sie die Nummer Ihrer ADAC-Mitgliedschaft und Ihrer Kreditkarte nicht im Kopf.

Speichern Sie alle für die Reise wichtigen Nummern, Unterlagen oder Dokumente als Kopie auf einem geschützten Speicherort im Internet. Dabei kann es sich zum Beispiel um einen Dropbox-Account handeln.

Einen Internetzugang finden Sie mittlerweile auch in der tiefsten Einöde. Jetzt können Sie Karten sperren lassen und gezielt Hilfe anfordern.

 

5. Die eiserne Reserve

Auch wenn Ihr Auto einen großen Tank hat. Irgendwann verkalkuliert sich jeder.

Bei der ersten Tankstelle haben Sie noch abgewunken. Die zweite akzeptierte nur Kreditkarten, die Sie nicht besitzen, die dritte hatte schon geschlossen, weil es eine Dorftankstelle war und die vierte war eine Baustelle. Die nächste Tanke ist 50 km entfernt, Sie haben aber nur noch Sprit für 20 km und es ist Mitternacht. Wer jetzt über einen Kanister mit 10 Liter Benzin oder Diesel verfügt, kann sich glücklich schätzen.

 

6. Legen Sie sich verschiedene Bezahlvarianten zu.

Zum einen ist es immer gut, wenn Sie Ihr Geld aufsplitten. Im Verlustfall besteht dann eine gewisse Wahrscheinlichkeit, dass Sie weiterhin über eine Geldquelle verfügen.

Darüber hinaus gibt es zum Beispiel Tankstellen, die nur Kreditkarten akzeptieren oder Sie sind umgekehrt gezwungen, mit Bargeld zu bezahlen.

Wer sich nicht dauerhaft eine Kreditkarte zulegen möchte, aber kurzzeitig eine benötigt, kann sich in Österreich anonyme Kreditkarten kaufen. Diese gibt es einerseits als aufladbare Kreditkarte oder als Wegwerfkarte mit einem vorher festgelegten einmaligen Betrag. Meist ab einer Mindestsumme von 50 Euro kann man diese übers Internet bestellen und bekommt die Karte nach Hause geliefert. Über das Internet lässt sich auch der Kontostand der Karte kontrollieren und auch wieder aufladen.

 

7. Lernen Sie abzuschalten

So manche Ehe zerbrach im Urlaub und durch unnötiges Streiten über den Fahrstil des Partners. Darum der gute Rat: Wenn Sie Ihrer besseren Hälfte das Steuer überlassen, dann hören Sie auf, Auto zu fahren. Ihr Partner fühlt sich besser, wenn er merkt, dass er nicht kontrolliert wird und Sie können sich besser ausruhen und Kraft tanken.

Bei sehr großer Hitze – zum Beispiel in den Sommermonaten in Frankreich oder in Italien -sollten Sie auch viel schneller und öfter Pausen einlegen. Das grelle Licht und die unbarmherzige Wärme lassen Sie schneller ermüden, als Ihnen lieb ist.
Legen Sie lieber eine zusätzliche Rast in einem überteuerten Autobahnbistro ein, als dass Sie den Rest der Reise in einem idyllischen französischen Landkrankenhaus verbringen.

 

8. Lernen Sie Ihr Smartphone richtig kennen

Mittlerweile können Sie mit dem Handy bezahlen, navigieren, telefonieren, fotografieren, filmen, spielen und übersetzen.

Vorbei sind die Zeiten, da Sie radebrechend einem Einheimischen erklären wollten, was Ihr Problem ist. Heute sprechen Sie einfach in Ihr Mobiltelefon und eine App übersetzt das Gesprochene wahlweise in die Muttersprache des Kellners, Polizisten oder des Urlaubsflirts. Die Qualität der Übersetzungen ist Dank künstlicher Intelligenz beachtlich und für die meisten Fälle ausreichend.

Und wenn Ihnen der überraschend auftauchende Freund der Reisebekanntschaft Prügel androht, dann schieben Sie einfach alles auf eine falsche Übersetzung Ihres Gerätes und bestellen beim Kellner eine Runde Grappa für alle. Das entspannt immer.

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